19.12.2018 – 22.12.2018 Havanna nach Holguin

Unsere Reise geht dieses Jahr nach Kuba und unsere Räder dürfen natürlich auch wieder mit. Von München aus fliegen wir direkt nach Havanna wo wir etwa 11 Stunden später landen. Es ist 22 Uhr Abends und wir haben 24 Grad Celsius. Einreise und Gepäckabfertigung geht sehr gemütlich voran und auch das Geldwechseln in der Abflughalle nebenan dauert ewig. Anschließend fahren wir mit einem Großraumtaxi zu unserer Unterkunft, etwa eine halbe Stunde vom Flughafen entfernt. Es ist ein nettes kleines Hostel und nicht weit vom Busbahnhof weg. Wir fallen ins Bett und schlafen uns erst mal richtig aus.

Havanna, 20.12.2018

Unser erster Tag. Wir frühstücken gemütlich auf der Terrasse und genießen die ersten Sonnenstrahlen. Nach ein paar netten Gesprächen mit anderen Gästen auf der Terrasse starten wir eine Erkundungstour. Wir laufen zum Busbahnhof und checken für die morgige Weiterfahrt nach Holguin die Lage. Ausserdem besorgen wir uns Zugangskarten für das öffentliche Internet. Nachmittags ziehen wir mit den Rädern los und drehen eine Runde in Richtung Altstadt. Nachdem anfangs noch die Sonne am Himmel strahlte, ziehen später Wolken auf und ein heftiger, böiger Wind versucht uns immer wieder mal vom Rad zu schubsen. Kaum sind wir zurück in unserer Unterkunft, da beginnt es heftig zu Gewittern und es schüttet wie aus Eimern. Zum Abendessen bleiben wir in unserem Hostel. Gut, dass wie dies schon beim Frühstück vorbestellt hatten, sonst müssten wir jetzt raus in den Regen.

Havanna, 21.12.2018

Heute passiert nicht viel. Wir wollen heute Abend weiter mit dem Bus nach Holguin in den Osten des Landes. Es ist immer noch bewölkt und für die Jahreszeit zu kalt. Wir wandern ein bisschen durch die nähere Umgebung und unterhalten uns ab und an mit anderen Reisenden, die auch mit den Rädern unterwegs sind und mit dem Bus weiter wollen. Das ist gar nicht so einfach, da jetzt in der Hauptreisezeit alle Busse ausgebucht sind. Zum Glück haben wir vorgesorgt und unsere Busfahrt nach Holguin in Deutschland bereits vor reserviert. Vor unserer Abfahrt essen wir noch einmal in unserem Hostel. Als wir zum Bus radeln ist es bereits dunkel. Nach dem CheckIn und einer kleinen extra Gebühr für die Räder müssen wir diese erst einmal zerlegen, damit sie in das Gepäckfach unter dem Bus passen. Um kurz vor acht geht es los. Es liegen 12 Stunden Busfahrt vor uns. Die Klimaanlage läuft auf hoch touren und der Busfahrer hält gleich am Anfang eine Ansprache, dass er gar nicht daran denkt, an den kühlen Temperaturen etwas zu ändern. Die Toilettenpausen dauern maximal 5 Minuten, Licht im Bus ist aus, schliesslich ist es auch dunkel draussen und sonst sollen wir alle brav sein. Das geht ja schon mal gut los…

Holguin, 22.12.2018

Morgens um acht Uhr treffen wir am Busbahnhof in Holguin ein. Die Fahrt war ganz in Ordnung trotz des strengen Regiments vom Busfahrer. Dank der tollen Polstersitze konnten wir immerhin ein wenig schlafen und die anderen Mitreisenden waren auch sehr ruhig. Am Busbahnhof bauen wir gleich die Räder zusammen und radeln in das Zentrum der Stadt. Das zweite Hostel, das wir ansteuern hat auch gleich ein Zimmer für uns und wir checken ein. Unsere Vermieterin ist eine alte Dame. Sie spricht ein bisschen Englisch (zumindest besser als wir Spanisch) und lebt hier mit ihren Geschwistern über mehrere Etagen verteilt. Später gehen wir durch die Altstadt. Es gibt auch einen Aussichtspunkt Namens Loma de la Cruz mit etwa 260m Höhe. Hier führen etliche Stufen hinauf und am Gipfel ist eine Art Festung mit herrlichem Blick über die Stadt. Es ist kaum touristisch und sehr entspannt. Am Abend essen wir sehr lecker in einer Bar und drehen noch eine Runde durch die Fussgängerzone.
Morgen wollen wir endlich unsere Radltour beginnen.


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