24.01.2017 – 29.01.2017 von Muang Hiem nach Muang Khoua

langsam aber sicher lassen wir die schweren Bergetappen hinter uns und es geht weiter per Boot auf dem Fluss Nam Ou in Richtung Norden.

24.01.2017 Muang Hiem – Vieng Kham

118 km / 3500 hm

Heute früh ist es noch ganz schön frisch und Nebel liegt über dem Ort. Wir müssen gleich mal wieder kräftig in die Pedale treten, denn es geht wieder einmal bergauf. Kurze Zeit später liegt der Nebel unter uns und wir haben einen blauen Himmel und Sonnenschein. Nach ungefähr 70 km kommt unser eigentliches Übernachtungsziel. Ein kleines Dorf mit ein paar Läden und einem sehr spartanischen Guesthouse. Es ist ungefähr 14 Uhr und wir beschliessen weitere 50 km bis in die nächste Stadt nach Vieng Kham zu radeln. Leider wird die Strasse ab hier schlechter. Teilweise geht es nur über eine steinige Holperpiste und weitere Höhenmeter folgen. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit erreichen wir Vieng Kham. Es ist eine kleine überschaubare Stadt und wir checken in einem Guesthouse direkt an der Strasse ein. Sofort kommt der Nachbars Opa und möchte uns auf seine Terrasse zu einem Homestay Essen überreden. Wir wollen nicht sofort zusagen und uns erst einmal über die Möglichkeiten informieren. Leider können wir in direkter Nachbarschaft kein Lokal ausfindig machen beziehungsweise haben viele Läden schon geschlossen. Also kommen wir auf das Angebot vom „Opa“ zurück und er serviert uns auf seiner Terrasse ein Candle-Light-Dinner. Bei Kerzenschein und mit Blick auf den Fluss gibt es eine Nudelsuppe, Sticky Rice und zwei Bier Lao. Anschliessend noch ein nettes kleines Gespräch und wir hatten einen schönen Abend.

25.01.2017 Vieng Kham – Nong Khiaw

47 km / 1666 hm

Die voraussichtlich erst einmal letzte Bergetappe. Es geht nochmals etwas über 2 Stunden bergauf bis wir ein kleines Dorf am Gipfel erreichen. In den Lokalen an der Strasse bekommt man überall ein paar leckere Mäuse angeboten und wir staunen nicht schlecht. Ab jetzt geht es primär bergab und gegen Mittag erreichen wir endlich den Ort Nong Khiaw. Hier ist es gleich wieder etwas touristischer und wir suchen uns ein nettes Lokal. Sofort treffen wir auf zwei weitere Radfahrer aus Deutschland. Sie haben etwas länger Zeit wie wir, denn Sie sind schon in Rente und helfen jetzt erst einmal für ein oder zwei Monate bei einem Hilfsprojekt mit. Wir quatschen über unsere Routen, diverse schöne Plätze und viele Länder die man noch bereisen sollte.

26.01.2017 Nong Khiaw – Muang Ngoi Kao

Heute geht es per Boot weiter. Den Nam Ou Fluss hoch bis zum Ort Muang Ngoi Kao. Wir sitzen mit vielen anderen Touristen auf einer einfachen Holzbank und sind froh nach ungefähr einer Stunde in Muang Ngoi Kao anzukommen.

27.01.2017 Muang Ngoi Kao

Muang Ngoi Kao war bis vor kurzem nur mit dem Boot erreichbar. Mittlerweile schlängelt sich eine kleine Standpiste bis in den Ort. Hauptsächlich kommt man hier her um von seiner Hängematte aus die Karstberge zu bewundern und dem friedlichen plätschern des Nam Ou Flusses zu zuhören. Auch das Hinterland lässt sich zu Fuss leicht erkunden. Nicht weit vom Dorf entfernt gibt es eine Höhle, ein paar weitere kleine Dörfer und etliche Aussichtspunkte. Wir wandern ein bisschen, geniessen die Ruhe und das breite Angebot von Fruit Shakes und leckerem Essen. Sehr beliebt bei den Dorfbewohnern sind die Hahnenkämpfe, die in diversen Gärten und Hinterhöfen durchgeführt werden. Auch in unserem Guesthouse sind ein paar Einheimische zusammen gekommen und haben ihre besten Gockel aufeinander losgelassen. Anschliessend werden die Gockel wieder gepflegt und aufgepäppelt. Irgendwie hat das ganze etwas von einem Boxkampf Klitschko gegen Tyson. Für uns auf jedem Fall skurril und wir sind nach kurzer Zeit wieder gegangen.

28.01.2017 – 29.01.2017  Muang Ngoi Kao – Muang Khoua

Heute fahren wir per Boot nochmals ein Stückchen weiter Richtung Norden. Die Bootsfahrt dauert ungefähr 4 Stunden und führt durch die bis zu 1900 m hohen Flanken der Karstberge, die so steil aus dem Wasser ragen, dass der Urwald in dieser Gegend noch völlig unberührt ist. Es geht vorbei an ein paar kleinen, am Ufer gelegenen Dörfern, an Goldwäschern, die immer noch auf den grossen Fund hoffen und immer wieder kommen uns andere Boote entgegen. Leider wird dies hier nicht mehr allzu lange der Fall sein, da bereits mit dem Bau eines Staudamms begonnen wurde und dann der Fluss nicht mehr durchgängig befahren werden kann. Unser Boot hat diesmal gepolsterte Sitze und das macht die Fahrt schon deutlich angenehmer als vor zwei Tagen. Muang Khoua liegt auf einer Landzunge und ist ein beschauliches kleines Städtchen. Hier kreuzen sich die Strasse von und nach Vietnam und die Wasserstrasse des Nam Ou Flusses. Es gibt ein paar Guesthouser, ein paar Restaurants, einen kleinen Markt und ein Kloster. Ausserdem eine nette Hängebrücke die bis vor kurzem noch die einzige schnelle Verbindung zur anderen Stadtseite war. Wir bleiben noch einen Tag und entspannen auf unserer Dachterrasse.

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