10.01.2017 – 13.01.2017 von Vientiane nach Vang Vieng

Langsam aber sicher nähern wir uns der ehemaligen Partystadt Vang Vieng und werden gleich mit ein paar Regentropfen begrüsst.

10.01.2017 Vientiane – Thalat

101 km / 542 hm

Auf dem Weg nach Thalat begleitet uns heute der Nam Ngum River. Er fliesst aus dem gleichnamigen Stausees, der Vientiane und Thailand mit Strom vom dortigen Wasserkraftwerk versorgt. Nach etwa 60 km kommen wir an einigen Uferlokalen vorbei und kehren ein. Wir bestellen Fisch direkt vom Fluss. Gut gestärkt geht es auf die letzten Kilometer, denn jetzt wird es nochmal richtig bergig. Auf halber Strecke fährt ein Pick Up langsam neben uns her und ein Laote fragt ob er uns mitnehmen kann. Es sei schliesslich ganz schön steil und noch weit in die nächste Stadt. Sehr nett, aber wie möchten radln und irgendwann geht es auch wieder bergab. Er ist fasziniert und wünscht uns noch eine gute Zeit. In unserem heutigen Zielort gibt es nicht viel zu entdecken. Wir gehen über den kleinen Markt und finden dort auch noch ein nettes, kleines Cafe mit grossen Kaffeeangebot und gutem Internet.

11.01.2017 Thalat nach Vang Vieng

103 km / 778 hm

Der heutige Tag nach Vang Vieng startet holprig, denn die ersten 7 Kilometer bestehen wieder einmal aus einer roten Piste aus Sand und Lehm und wir werden ordentlich eingestaubt. Auf der Strasse 13 angekommen geht es so weiter, wie wir gestern aufgehört hatten. Es ist bergig. Nach ein paar Metern bergauf geht es auch schon wieder bergab und schon ist der nächste Hügel in Sichtweite. Unzählige Kurven später gönnen wir uns am Strassenrand eine Pepsi und bekommen gleich noch ein paar Bananen dazu geschenkt. So gestärkt kann es weiter gehen. Gegen Mittag erreichen wir nochmals die letzten Ausläufer des riesigen Nam Ngum Stausees und kurze Zeit später beginnt es leicht zu regnen. Der Wetterbericht hatte leider doch wieder einmal Recht und wir beeilen uns die letzten 10 km nach Vang Vieng zu radeln.

12.01.2017 – 13.01.2017 Vang Vieng

Karstkegel, Höhlen und eine ideale Lage am Fluss Nam Song. Vang Vieng ist die laotische Antwort auf Chinas Yangshuo. Die Partyexzesse, unter denen die Stadt noch vor wenigen Jahren zu leiden hatte, sind inzwischen Geschichte (siehe: Bericht in der SZ vom  16.12.2015). Heute kommen die meisten Touristen wieder wegen der schönen Landschaft und auch etliche Aktivitäten rund um die Karstberge und dem Fluss sind möglich. So werden Kletterrouten, Höhlenexkursionen, Radtouren und Tubing (im LKW Reifen den Fluss hinuntertreiben) angeboten. Am beliebtesten scheinen aber die Kanutouren und Quadausflüge zu sein, die zumeist von koreanischen Gästen, die hier mittlerweile etwa 50% der Besucher ausmachen, gebucht werden. Überhaupt ist es im Ort eher ruhig. Die meisten der unzähligen Restaurants und Gästehäuser dümpeln so vor sich hin und es ist kein Vergleich mehr zur Situation noch vor ein paar Jahren. An unserem ersten Tag in Vang Vieng passiert aufgrund Dauerregens nicht viel. Den zweiten Tag nutzen wir um die (russischen) Pedale an Helmuts Fahrrad durch laotische zu ersetzen und anschliessend radeln wir zu den Karstbergen und besuchen die „blaue Lagune“ und die zugehörige Höhle.

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