02.01.2017 – 09.01.2017 von Thakhek nach Vientiane

Ohne Wind und mit viel Sonne unspektakuläre 353 Kilometer von Thakhek bis Vientiane.

02.01.2017 Thakhek – Vieng Kham

105 km / 471 hm

Wir schlängeln uns weiter auf dem Highway no 13 Richtung Vientiane immer parallel am Mekong entlang. Der Mekong bildet etwa ab 50 km oberhalb von Paxe die natürliche Grenze zu Thailand. Es gibt einige Grenzübergänge, allerdings sind nicht alle für Touristen geöffnet. Ohne Gegenwind kommen wir heute sehr gut voran und machen Mittags mal wieder einen Stopp auf eine Fö. Am frühen Nachmittag sind wir in Vieng Kham. Wir checken in einem Guesthouse ein und schlendern über den Markt. Sonst gibt es hier nicht viel zu sehen. Am Abend gehen wir noch etwas essen und haben das Glück in einem Karaoke Lokal zu landen, die in Asien ganz beliebt und häufig sind. Immerhin gibt es eine englische Speisekarte. Wir bestellen, essen gut und kurz nachdem die Dorfjugend zu singen beginnt, verziehen wir uns.

03.01.2017 Vieng Kham – Pakxan

92 km / 325 hm

Auf unserer Strecke kommen wir heute an einigen Strassenständen vorbei, die Zuckerrohr, Mairüben und anderes Gemüse auf einfachen Holzterrassen direkt am Highway an den Mann bringen. Ausserdem werden hier gerade in etlichen Hofeinfahrten Kokosnüsse getrocknet. Es wird überall fleissig gearbeitet und bei um die 30 Grad ist alles ganz schön schweisstreibend. Wer kann, hat eine Hängematte aufgespannt und versucht so der Mittagshitze zu entkommen. Irgendwann auf halber Strecke treffen wir auf weitere Radlfahrer. Zwei Belgier und etwas später einer aus Weissrussland. Sie sind alle schon etwas länger unterwegs und wir tauschen uns kurz über die Streckengegebenheiten aus und bekommen bzw. geben Tipps über die besten Routen und Länder. Pakxan erreichen wir auch heute bereits am frühen Nachmittag und suchen uns eine nette Bleibe. Hier ist schon wieder etwas mehr geboten und ein lecker Cappuccino mit Kuchen und Eiscreme ist auch bald gefunden.

04.01.2017 Pakxan – Sompasert

95 km / 267 hm

Am frühen Morgen steuern wir als erstes zu dem netten Cafe von gestern. Hier gibt es zwar kein Frühstück aber leckeren Kaffee. Als wir dort bestellen treffen wir auf einen Mann aus Südafrika, der hier seit 6 Jahren lebt und die Regierung in Sachen Wald und Naturschutz berät. Wir trinken gemeinsam Kaffee und bekommen einen guten Tipp, wo wir entlang der Strasse auch noch etwas zu essen bekommen. Unser heutiges Ziel ist eigentlich die Ortschaft Ban Na in einem Naturschutzgebiet. Als wir bei der Touristeninformation ankommen ist leider niemand da und sonst ist auch alles sehr verwaist. Wir fahren wieder Richtung Ortseingang. Dort besichtigen wir das Vat Phrabat ein bedeutender Tempel mit einer grossen Stupa. Hier soll Buddha seinen Fussabdruck hinterlassen haben und ist heutzutage eine der wichtigsten Pilgerstätte der Provinz. Dann beschliessen wir weiter Richtung Vientiane zu fahren und irgendwann in einem Guesthouse am Highway einzukehren.

05.01.2017 Sompasert – Vientiane

61 km / 116 hm

Die letzten Kilometer bis Vientiane vergehen wie im Flug. Bei einer Werkstatt mit Baguette und Kaffeeverkauf entlang des Highways machen wir unsere Frühstückspause. Kurz vor Vientiane kommen wir noch an einem Kriegsdenkmal vorbei und wir machen nochmals einen kurzen Stopp. Gegen Mittag sind wir dann in der Hauptstadt und auf Zimmersuche. Hier ist alles etwas teurer aber wir finden ein nettes, bezahlbares Plätzchen.

06.01.2017 – 09.01.2017 Vientiane

Vientiane wird gern als die entspannteste Hauptstadt der Welt bezeichnet. Einige Tempel und Monumente laden zum Besichtigen ein, entlang des Mekong lässt es sich gut entlang schlendern und abends findet sich immer eine Bar für ein kühles Getränk. Ansonsten ist die Stadt, wie schon gesagt, entspannt. Besonders charmant ist die Innenstadt mit ihren französischen Bäckereien, guten Restaurants und den Straßengrills die am Abend aufgestellt werden. Auch die Größe der Stadt ist beschaulich für eine Hauptstadt. Insgesamt hat Vientiane etwa 350.000 Einwohner, in ihrem Großraum leben etwa 650.000 Menschen. In Vientiane lässt es sich ausgezeichnet flanieren und ein paar Sehenswürdigkeiten entdecken. Der That Luang (Grosse Stupa) ist das nationale Heiligtum und Wahrzeichen von Laos. Buddha selbst soll den Ort besucht und den Bau eines Reliquienschreins vorhergesagt haben. Jedes Jahr im November pilgern Zehntausende zum That Luang und feiern eines der grössten Feste des Landes. Der Vat Sisaket wurde 1818 von König Anouvong gestiftet. Er ist der älteste erhaltene Tempel Vientianes, da er die Zerstörung der Stadt durch die Siamesen 1828 überstanden hat. Insgesamt werden im Vat Sisaket mehr als 10.000 Buddhastatuen und -figuren aufbewahrt. Der Vat Simuang ist der belebteste Tempel und hier erteilt ein Mönch Segnungen, versinnbildlicht durch Schnüre, die er um die Gläubigen legt. Viele Laoten bringen hier ihre Opfergaben dar wie zum Beispiel Obstkörbe, Blumensträusse, Wasser und Kerzen. Im Zentrum befindet sich ausserdem noch der Patou Xai der Triumphbogen (Arc de Triomphe) von Vientiane. Erst in den 1960er Jahren wurde er errichtet. Der Beton war ursprünglich für eine Landebahn der Amerikaner während des Vietnamkriegs bestimmt, wurde aber in diesem Monument verbaut. Es ist das Denkmal für die Gefallenen der Unabhängigkeitskriege. Neben den ganzen Sehenswürdigkeiten haben wir auch noch etwas wichtiges in Vientiane zu erledigen: unser Visum verlängern. Wir fahren dafür über die laotisch – thailändische – Freundschaftsbrücke auf die andere Seite des Mekong, um Thailand einen Besuch abzustatten. Kurze Zeit später geht es gleich wieder zurück und schon haben wir ein neues Laos Visa in unserem Pass kleben. Alles recht unkompliziert und kostet nur ein paar Dollars und je ein Passfoto.

 

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